Artikeldaten sind der Erfolgsfaktor für den Handel 4 weeks ago

Der Handel benötigt für unterschiedlichste Kundenanforderungen detaillierte Informationen zu Produkten, einfach und schnell.

Die Digitalisierung des Handels fordert nebst attraktiven Sortimenten, angemessenen Preisen, einer funktionierenden und effizienten Logistik zwingend umfangreiche Produktinformationen und Bilder.

Bevor Händler mit dem sogenannten «Digital Twin» des Produktes beginnen können, müssen die Artikel- bzw. Produktdaten auf deren Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft und bei Bedarf bereinigt werden. Der Aufwand dafür ist erheblich, da dies meist manuell durchgeführt werden muss. Als wirtschaftliche Alternative zur manuellen Bereinigung kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gebracht werden. Klassische Attribute wie Länge, Breite, Höhe und Gewicht genügen für erfolgreiches e-Commerce nicht mehr. Webshops versuchen durch kleinste Attribute den suchenden Online Kunden zu erobern. So entscheiden beispielsweise bei Jeans  Tragefalten, Verzierung oder Leibhöhe sowie weitere 20 Produktattribute über die Auffindbarkeit des Produktes im Internet und der damit verbundenen Conversion.

Genau hier liegt der Erfolgsfaktor des zukünftigen E-Commerce. Kann der Händler die Daten nicht vom Produzenten einfordern, müssen die notwendigen Informationen mit grossem personellem Aufwand ermittelt und erfasst werden. Dabei muss vorab hinterfragt werden, ob das bestehende ERP-System den Anforderungen genügt, oder ob für den Import, Export und die Pflege der Artikeldaten ein Produktinformationsmanagement System (PIM) verwendet werden sollte. Kurzfristig wird das Problem oft mittels MS Excel vermeintlich gelöst; langfristig führt dies aber zu Mehrfacherfassungen und inkonsistenten Daten. Die Komplexität und der Aufwand nehmen für Händler zu, wenn mehrere Kunden mit Daten versorgt werden müssen und diese unterschiedlichen Anforderungen an die Artikel-Informationen haben. Neben Artikel-Informationen kommen vermehrt Bild- und Videomaterial zur Anwendung.

Das Internet besteht mehrheitlich aus Bildern. Ein Produkt ohne oder mit schlechten Bildern lässt sich kaum verkaufen, denn das Auge kauft mit. Videoinhalte fördern die Kaufentscheidung und sind in der Produktdatenstruktur einer PIM/MAM Lösung eingebunden. In Datenbanken werden ohne Qualitätsverlust somit Texte, Bilder, Filme und grafische Elemente von Produkten so abgelegt, dass diese für unterschiedliche Bezüger in der geforderten Qualität und mit dem nötigen Inhalt einfach bzw. automatisiert zur Verfügung gestellt werden können. Abnehmer der Daten sind sowohl e-Commerce Lösungen wie auch Plattformen zum Aufbau und der Gestaltung von Katalogen und Prospekten.  Ohne den Einsatz von guten PIM Lösungen verlieren Händler Marktanteile.

PIM Lösungen können mit Hilfe von Klassifikationen Artikeln mit der gleichen Funktion oder Beschaffenheit einheitliche Artikelmerkmale (Attribute) zuweisen. Standardisierte Klassifikationssysteme sind bei einigen Anbietern im Lieferumfang enthalten. Wie weit diese Standards für die Sortimente verwendet werden können, muss im Rahmen der Einführung der PIM-Lösung geprüft werden. Für den elektronischen Import von Sortimenten stehen Schnittstellen oder sogenannte Importer zur Verfügung. Diese können unterschiedliche Dateiformate und Dateistrukturen importieren.

Nach dem Datenimport erfolgt die Zuordnung in die Klassifikation des PIM-Systems inklusive des notwendigen Mappings (Zuweisung) der Artikelattribute. Wird von einem Lieferanten die Farbe eines Artikels als «schneeweiss» bezeichnet, kann mit Hilfe der Mappings der Wert «schneeweiss» auf «weiss» geändert und dem Attribut «Farbe» zugewiesen werden. In PIM-Lösungen erfasste Daten müssen einfach angepasst und verändert werden können. So muss es möglich sein, zusätzliche Attribute einer grösseren Anzahl von Artikeln zuzuweisen oder eine Gruppe von Artikeln einer anderen oder zusätzlichen Klassifikation zuzuweisen. 

Damit diese zum Teil sehr umfangreichen Mutationen nicht manuell erfolgen müssen, stellen PIM-Systeme Funktionen für das Massenupdate von Artikeldaten zur Verfügung. Aktuelle PIM-Systeme besitzen umfangreiche Funktionen für den Export von Artikeldaten. In den Systemen können die zu exportierenden Artikel und Sortimentsgruppe ausgewählt werden. Abhängig vom Empfänger werden die zu exportierenden Informationen und das notwendige Exportformat ausgewählt bzw. konfiguriert. Wie PIM-Systeme verfügen Media Asset Management Systeme (MAM) über umfangreiche Import- und Export Funktionen, mit denen Bilder oder Filme einem Artikel oder einer Artikelgruppe zugewiesen werden können. Auch die Einhaltung von Bild- und Filmrechte kann mit MAM-Systemen sichergestellt werden.

Der Handel und der Grosshandel muss neben guter Logistik und attraktiven Sortimenten mit der Pflege und Verwaltung von Artikeldaten, Bilder und Videos effizient umgehen können. Die Herausforderung liegt dabei nicht nur bei der Auswahl und Einführung der geeigneten professionellen Software, sondern auch beim Aufbau der für die Datenpflege notwendigen Prozesse und bei den damit notwendigen organisatorischen Veränderungen.

Onedot hat die passenden Software-Lösung für die Aufbereitung und Anreicherung von Lieferantendaten in ihrem Sortiment und arbeitet für das umfassende Projekt- und Veränderungsmanagement Hand in Hand mit busch-consulting GmbH.

 

Ursprungsartikel wurde hier gepostet.

 

 

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Freitag, den 07.12.2018, 09:00 Uhr, aus Zürich, Schweiz

 

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